Wenn Sie ein neues Aquarium einrichten oder Ihr aktuelles Filtersystem aufrüsten möchten, wägen Sie vielleicht Ihre Optionen zwischen den verschiedenen verfügbaren Filtertypen ab. Innenfilter für Aquarien sind ein fester Bestandteil des Hobbys und werden von Anfängern und erfahrenen Aquarianern gleichermaßen verwendet. Aber sind sie die beste Wahl für Ihre spezielle Einrichtung?
In diesem Leitfaden befassen wir uns eingehend mit den Arten, Vor- und Nachteilen von Innenfiltern und geben Expertentipps, wie Sie diese effektiv einsetzen können, um Ihr Wasser kristallklar und Ihre Fische gesund zu halten.
Was ist ein Aquarium-Innenfilter?
Wie der Name schon sagt, ist ein Innenfilter eine kompakte Einheit, die sich vollständig in Ihrem Aquarium befindet. Im Gegensatz zu externen Kanisterfiltern oder Aufsteckfiltern verarbeiten diese Unterwasserfilter das Wasser ohne externe Schläuche oder Rohre. Sie sind besonders beliebt für kleinere Aquarien, Quarantäneeinrichtungen oder als zusätzliche Filterung in größeren Aquarien.
Gängige Arten von Innenfiltern
Nicht alle Innenfilter sind gleich. Abhängig von der Gestaltung Ihres Aquariums und Ihren Tieren bevorzugen Sie vielleicht ein bestimmtes Design gegenüber einem anderen:
- Standard-Tassenfilter: Dies sind die gängigsten und einfachsten Modelle. Sie bestehen in der Regel aus einem Pumpenkopf oben und einem Behälter unten, der einen Schwamm enthält. Die gesamte Einheit wird normalerweise mit Saugnäpfen am Glas befestigt. Sie eignen sich hervorragend für die mechanische Filterung und die allgemeine Wasserzirkulation. Einige fortschrittlichere Filter bieten mehr Platz, um zusätzliche Filtermedien hinzuzufügen.



- Luftbetriebene Schwammfilter: Diese einfachen Schaumstoffblöcke, die an eine Luftpumpe angeschlossen sind, unterscheiden sich zwar technisch von den motorbetriebenen Filtern, sind aber eine Art der Innenfilterung. Sie sorgen für eine sanfte Strömung und sind ein Favorit für Zucht- oder Garnelenbecken, auch wenn ihnen die mechanische Kraft der motorisierten Versionen fehlt.
Die Profis: Warum einen Innenfilter wählen?
Für viele Aquarianer ist der Innenfilter aus mehreren zwingenden Gründen die erste Wahl:
- Kostengünstig: Im Allgemeinen sind dies die preisgünstigsten Filter auf dem Markt, was sie zu einem hervorragenden Einstieg in das Hobby macht.
- Platzsparend: Wenn Sie nur wenig Platz um Ihren Aquarienständer oder -schrank herum haben, ist ein Innenfilter ideal, da er außerhalb des Aquariums keine Stellfläche benötigt.
- Auslaufsicherer Seelenfrieden: Da das gesamte Gerät und der Wasserfluss im Inneren des Tanks verbleiben, besteht praktisch kein Risiko, dass Wasser aufgrund von losen Schläuchen oder fehlerhaften Dichtungen auf Ihren Boden gelangt.
- Einfache Installation: Die meisten Geräte werden einfach mit Saugnäpfen oder Magneten befestigt. Sie können sie in Sekundenschnelle anbringen oder entfernen, ohne sich mit komplizierten Rohrleitungen herumschlagen zu müssen.
- Belüftung: Viele motorisierte Modelle sind mit einem Lufteinlass (Venturi) ausgestattet, der das Wasser mit Sauerstoff anreichert, während es gefiltert wird.
Die Nachteile: Zu beachtende Dinge
Interne Filter sind zwar praktisch, haben aber auch einige Einschränkungen, die Sie beachten sollten:
- Ästhetik: Da sie im Inneren des Beckens sitzen, nehmen sie viel Platz zum Schwimmen ein und können von Ihrem Aquascape ablenken. Um sie zu verstecken, müssen Sie kreativ werden, indem Sie sie mit Pflanzen bepflanzen oder mit Steinen bedecken.
- Filtrationskapazität: Sie fassen im Allgemeinen weniger Filtermedien als externe Kanister. Das bedeutet, dass sie bei stark besetzten oder sehr großen Becken möglicherweise nicht den gleichen Grad an Wasserreinheit bieten.
- Häufigkeit der Wartung: Kleinere Schwämme und Kammern verstopfen schneller. Um einen optimalen Durchfluss aufrechtzuerhalten, müssen Sie sie möglicherweise häufiger reinigen.
- Unordentliches Entfernen: Wenn Sie den Filter zur Reinigung herausnehmen, kann gelegentlich etwas Schmutz zurück in den Tank fließen, wenn Sie nicht aufpassen.
So positionieren und verbergen Sie Ihren Filter
Die Platzierung ist der Schlüssel dazu, dass ein Innenfilter sowohl für die Gesundheit Ihres Aquariums als auch für sein Aussehen funktioniert.
Verstecken Sie ihn wirkungsvoll: Stellen Sie den Filter in eine hintere Ecke und verwenden Sie hohe Stängelpflanzen, Treibholz oder Felsen, um die Sicht zu verdecken. Denken Sie daran, genug Platz zu lassen, damit Sie ihn für die Wartung leicht erreichen können.
Optimieren Sie die Strömung: Stellen Sie sicher, dass der Auslass knapp unter der Wasseroberfläche liegt. Sie möchten eine sanfte Strömung erzeugen. Diese Oberflächenbewegung ist entscheidend für den Gasaustausch, der Sauerstoff einbringt, ohne zu viel CO2 zu verdrängen, was für lebende Pflanzen unerlässlich ist.
Wichtige Tipps zur Pflege
Um das Beste aus Ihrem internen Filter herauszuholen, befolgen Sie diese Best Practices:
- Betreiben Sie ihn 24/7: Schalten Sie Ihren Filter niemals nachts ab. Nützliche Bakterien sind auf eine konstante Wasserströmung angewiesen, um zu überleben. Wenn der Filter auch nur 45 Minuten lang nicht läuft, können diese Bakterien absterben, was zu Ammoniakspitzen führt, die für Ihren Viehbestand gefährlich sind.
- Aktualisieren Sie Ihre Medien: Werksmäßig hergestellte Schwämme sind in Ordnung, aber wenn Sie einen modularen Filter haben, können Sie ihn aufwerten, indem Sie einen Teil des Schwammvolumens gegen hochwertige biologische Medien oder chemische Medien wie Kohlenstoff oder Purigen austauschen. Dies erhöht die Klarheit des Wassers erheblich.
- Regelmäßige Reinigung: Spülen Sie Ihre Filterschwämme während des wöchentlichen Wasserwechsels in gebrauchtem Aquarienwasser (niemals Leitungswasser!). Dies entfernt verstopfende Ablagerungen, ohne die nützlichen Bakterien abzutöten.
- Schützen Sie die Kleinsten: Wenn Sie kleine Garnelen (wie Neocaridina) oder winzige Fische halten, können die Ansaugschlitze der Standard-Innenfilter eine Gefahr darstellen. Ziehen Sie in Erwägung, den Ansaugschlitz mit einem feineren Netz oder einem Schwammschutz abzudecken, um zu verhindern, dass die Tiere eingesaugt werden.
Letzte Überlegungen
Innenfilter sind eine zuverlässige, sichere und wirtschaftliche Lösung für viele Süßwasseraquarien. Egal, ob Sie sich für einen einfachen Becherfilter oder eine modulare Eckeinheit entscheiden, der Schlüssel ist Beständigkeit. Wenn Sie Ihre Filtermedien aufrüsten und die Reinigung regelmäßig durchführen, können Sie mit einem einfachen Innenfilter eine Wasserqualität auf professionellem Niveau erreichen.


